Ein Container aus Indien läuft über Hamburg oder Bremerhaven in fünf Schritten: Prüfung und Verladung, Seefracht, Anmeldung, amtliche Kontrolle bei gelisteter Ware und schließlich Zollfreigabe und Abholung. Rechnen Sie von Tür bis Hafen grob mit vier bis sieben Wochen, und lassen Sie sich die aktuelle Route von Ihrem Spediteur bestätigen.
Für Trockenzwiebeln, Knoblauch und Gewürze entstehen die meisten Verzögerungen nicht auf See, sondern vor dem Laden oder in den letzten Tagen vor der Freigabe. Beides können Sie gut vorbereiten.
Schritt 1: vor und bei der Verladung
Die Partie sollte fertig geprüft sein, bevor der Leercontainer beim Betrieb ankommt. Halten Sie sich an diese Reihenfolge:
- Proben aus der verpackten Partie ziehen und auf die Laborergebnisse warten.
- Partie erst freigeben, wenn alle Ergebnisse vorliegen.
- Leercontainer auf Sauberkeit, Geruch, Feuchte und Schäden prüfen.
- Packstücke zählen und Stauung dokumentieren, Fotos machen und die Plombe notieren.
- Bei Mischcontainern Zwiebel und Knoblauch getrennt kennzeichnen und dicht verpacken, da sie den Geruch voneinander annehmen.
Schritt 2: Seefracht ab Indien
Ware aus Westindien verlässt das Land häufig über Mundra, Pipavav oder Nhava Sheva. Die Route führt durch den Suezkanal oder um das Kap, oft mit Umschlag unterwegs. Deshalb lohnt der Blick auf Laufzeit, Umschlaghäfen und freie Standzeit am Bestimmungshafen, nicht nur auf die Frachtrate. Lieferbedingungen wie FOB oder CIF sollten Sie mit Hafennamen und der aktuellen Incoterms-Fassung nennen. Sie legen fest, wer ab wann das Risiko und die Fracht trägt. Die Transportversicherung sollte geklärt sein, bevor die Ware den Betrieb verlässt.
Feuchte ist auf See ein Thema. Getrocknete Ware reagiert auf Kondenswasser im Container. Fragen Sie, wie der Betrieb Inliner und Kartons verschließt und ob Trockenmittel oder Abdeckungen sinnvoll sind.
Schritt 3: Anmeldung vor der Ankunft
Während das Schiff fährt, sollte Ihr Zollagent die Unterlagen schon prüfen. Die Eingangsmeldung gegenüber dem Zoll übernimmt in der Regel der Beförderer oder sein Vertreter. Sie selbst liefern Ihrem Zollagenten die Importdokumente, nennen die Tarifnummer und klären, wer die Zollanmeldung über ATLAS abgibt.
Ist die Ware in der Verordnung über verstärkte Kontrollen gelistet, muss die Sendung in TRACES NT mit dem GGED-D angemeldet werden, in der Regel mindestens einen Arbeitstag vor der Ankunft.
Schritt 4: amtliche Kontrollen in Hamburg oder Bremerhaven
Wer kontrolliert, hängt vom Hafen ab. Das BVL führt die Verzeichnisse der Kontrollstellen, die für Ihre Ware zuständigen Stellen sollten Sie vor der Buchung kennen.
- Hamburg: Das Veterinär- und Einfuhramt betreibt die Grenzkontrollstellen und ist auch für Erzeugnisse nicht-tierischer Herkunft Ansprechpartner.
- Bremerhaven: Die Kontrollen liegen beim Landesdienst LMTVet aus Bremen.
- Nicht gelistete Ware: Eine Probe kann trotzdem gezogen werden, auch später durch die Lebensmittelüberwachung in Ihrem Land.
Nach der Freigabe erhalten Sie bei gelisteter Ware das bestätigte GGED-D, das für die Zollanmeldung gebraucht wird. Wird die Ware beprobt, kann sich die Freigabe bis zum Laborergebnis hinziehen. Klären Sie mit dem Zollagenten, ob der Container in dieser Zeit am Terminal stehen bleibt oder in ein Lager kommt. Bei einem positiven Befund greifen andere Schritte, die wir unter Beanstandung an der Grenze erklären.
Schritt 5: Zollfreigabe und Abholung
Nach Abgabe und Annahme der Zollanmeldung setzt der Zoll die Abgaben fest und überlässt die Ware. Dann sind Frachtbriefe, Reedereifreigabe und Terminal an der Reihe. Die Weiterfahrt erfolgt per Lkw oder Bahn, Hamburg bietet auch gute Bahnanbindungen ins Binnenland. Prüfen Sie beim Entladen sofort Plombe, Zustand und Feuchte. Dokumentieren Sie Schäden, bevor Sie den Empfang bestätigen, und ziehen Sie auf Wunsch ein eigenes Rückstellmuster.
Hamburg oder Bremerhaven: Die Wahl ergibt sich oft aus Reederei, Ihrem Standort und dem Dienst. Lassen Sie sich beide Wege durchrechnen. Rotterdam oder Antwerpen kommen als Alternativen infrage, mit Verzollung im ersten EU-Hafen oder im Versandverfahren. Welche Lagergebühren, Verzugskosten und Terminalposten dabei entstehen, gehört in die Kalkulation der Einstandskosten.
Wie Creston hilft
Unser Teil endet vor der Abfahrt: Wir testen die Partie, überwachen die Verladung in Indien, prüfen Plombe und Exportdokumente und geben Ihnen und Ihrem Spediteur einen vollständigen Stand, für ein schriftlich vereinbartes Honorar. Sie kaufen direkt beim Betrieb. Für die Planung Ihres ersten Containers können Sie ein kostenloses Sourcing-Gespräch vereinbaren.
