Knoblauchgranulat aus Indien bestellen Sie am sichersten mit einer festgelegten Körnung in Mesh oder Millimetern und mit Grenzen für Über- und Unterkorn. Die Qualitätsprüfung sollte je Partie Siebung, Feuchte, Farbe, Schärfe, Mikrobiologie, Ethylenoxid und Pestizidrückstände umfassen.
Eine amtliche Größennorm für Granulat gibt es nicht, und jedes Werk setzt seine eigenen Bereiche. „Granulat“ auf einem Datenblatt kann deshalb bei zwei Anbietern sehr verschiedene Ware bedeuten. Das spüren Sie spätestens dann, wenn sich eine Würzmischung im Beutel entmischt.
Die richtige Körnung für Knoblauchgranulat wählen
Granulat ist grobkörniger als Pulver, fließt gut und bleibt in vielen Mischungen sichtbar oder mindestens spürbar. Typisch sind Würzmischungen, Rubs und Snack-Coatings. Beginnen Sie nicht mit dem Angebot des Werks, sondern mit Ihrem Prozess. Maßgeblich ist, welche Partikelgröße Ihre Mischanlage, Ihre Dosierung und Ihr Endprodukt vertragen.
- Trockene Würzmischungen: Die Körnung sollte zu den übrigen Zutaten passen, sonst droht Entmischung.
- Rubs und Marinaden: Ein gröberes Korn bleibt im Endprodukt eher sichtbar.
- Snack-Coatings: Testen Sie Haftung und Staubentwicklung in Ihrer Anlage, bevor Sie die Körnung festlegen.
- Automatische Dosierung: Enge Bereiche und wenig Feinanteil verringern Brückenbildung.
So formulieren Sie die Körnung
Eine Angabe wie „Granulat 40 Mesh“ genügt nicht. Geben Sie einen Hauptbereich an und legen Sie fest, wie viel Prozent darüber und darunter liegen dürfen. Nennen Sie auch die Siebmethode und den Probenumfang, damit Werk und Labor dieselbe Messung meinen. Mesh-Angaben können sich je nach Normreihe unterscheiden, deshalb sollten Sie zusätzlich die Maschenweite in Millimetern oder Mikrometern angeben.
Lassen Sie den Hersteller zudem das Siebprotokoll einer Partie vorlegen. Daran erkennen Sie, wie stabil die Vermahlung tatsächlich läuft. Die Unterschiede zur feineren Form erklärt unser Beitrag zu Knoblauchpulver oder Knoblauchgranulat.
Die übrige Spezifikation
- Feuchte: ein Höchstwert mit benannter Methode.
- Farbe: Creme bis Hellgelb, festgelegt mit versiegelter Referenzprobe.
- Schärfe: sensorisch gegen die Referenz oder als Allicin-Potenzial nach benannter Labormethode.
- Fremdbestandteile: Grenzwerte für Schalenreste, Steine und Metall, dazu Siebe und Magnete im Werk.
- Mikrobiologie: Gesamtkeimzahl, Coliforme, E. coli, Hefen und Schimmelpilze nach benannten Methoden; Salmonellen nicht nachweisbar in 25 g.
- Behandlung: unbehandelt oder dampfsterilisiert, ohne Ethylenoxid.
- Verpackung: Karton mit dichtem Polyethylen-Inliner oder ausgekleideter Sack, Partienummer auf jedem Gebinde.
Qualitätsprüfung vor der Verladung
Sinnvoll ist eine zweistufige Prüfung. Zuerst wird das Muster nach Ihrer Spezifikation untersucht und in Ihrer Rezeptur getestet. Danach werden aus der fertig verpackten Partie versiegelte Proben gezogen, die ein akkreditiertes Labor untersucht. Freigegeben wird erst, wenn die Ergebnisse vorliegen. Prüfen Sie im Prüfzeugnis des NABL-Labors, ob Methode, Bestimmungsgrenze und Partienummer zu Ihrer Bestellung passen.
Für den EU-Markt ist die Rückstandsprüfung entscheidend. Bei Ethylenoxid umfasst die EU-Rückstandsdefinition die Summe aus Ethylenoxid und 2-Chlorethanol, ausgedrückt als Ethylenoxid. Beauftragen Sie deshalb beide Analyten. Den aktuellen Höchstgehalt für Ihr Erzeugnis schlagen Sie in der EU-Pestiziddatenbank nach und lassen ihn vom Labor bestätigen.
Typische Abweichungen und ihre Ursachen
- Zu viel Feinanteil: zu lange Vermahlung oder unzureichende Siebung, oft erst im Sack sichtbar.
- Dunkle Körner: Bräunung beim Trocknen oder Rohware unterschiedlicher Reife.
- Klumpen: Feuchteaufnahme durch beschädigte oder offene Inliner.
- Schwache Schärfe: ältere Ware, eine schwächere Ernte oder ungünstige Lagerung.
- Fremdgeruch: unzureichende Trennung, wenn verschiedene Produkte im selben Bereich gelagert werden.
Rückmeldung und Reklamation regeln
Halten Sie schon im Vertrag fest, welche Abweichung zur Ablehnung führt, welches Labor im Streitfall entscheidet und wer eine Gegenprobe aufbewahrt. Ein vereinbartes Rückstellmuster jeder Partie kostet wenig Mühe und erspart bei einer Reklamation lange Diskussionen. Die Vertragspunkte für den Einstieg behandelt unser Beitrag zur Erstbestellung aus Indien.
So hilft Creston
Creston & Co hilft Ihnen, die Körnung schriftlich festzulegen, wählt Werke aus, die im eigenen Haus trocknen und mahlen, lässt jede Partie in einem NABL-akkreditierten Labor prüfen und überwacht die Verladung, für ein schriftlich vereinbartes Honorar. Sie kaufen direkt beim Werk. Weitere Formen finden Sie auf unserer Seite zu Trockenknoblauch (auf Englisch). Wenn Sie Ihre Anforderungen besprechen möchten, können Sie ein kostenloses Sourcing-Gespräch vereinbaren.
