Zwiebelflocken aus Indien werden überwiegend aus weißen Zwiebeln hergestellt, daneben in kleineren Mengen aus roten und rosa Sorten, und liegen im Handel typischerweise bei etwa 8 bis 20 mm. Welche Sorte und Schnittgröße passt, hängt davon ab, ob die Flocke im Endprodukt sichtbar bleibt, wie sie rehydriert wird und welche Farbe Ihr Produkt verträgt.
Für Importeure, Hersteller von Fertiggerichten und Abpacker ist der Begriff „Zwiebelflocke“ allein keine Bestellgrundlage. Dieser Beitrag zeigt, was hinter den Handelsbezeichnungen steckt und was in Ihre Spezifikation gehört.
Sorten von Zwiebelflocken aus Indien
Weiße Zwiebeln sind das Hauptprodukt der indischen Trocknungswerke. Die Sorten werden auf einen hohen Trockensubstanzgehalt hin angebaut, und die neutrale Farbe verändert das Aussehen einer Suppe oder Sauce kaum. Gerade weil die Farbe hell ist, fallen braune oder verbrannte Stücke sofort auf. Darauf beruhen die üblichen Farbqualitäten.
Rote und rosa Flocken wählen Einkäufer, wenn die Farbe zur Optik beiträgt, etwa bei Toppings oder Würzmischungen. Die Ernten sind kleiner, und nicht jedes Werk führt diese Linien. Den Vergleich der Farben im Detail finden Sie unter rote, rosa und weiße Trockenzwiebeln im Vergleich.
Grade A und Grade B sind Handelsbezeichnungen, keine amtlichen Normen. Grade A ist in der Regel heller und enthält weniger dunkle Stücke. Grade B eignet sich eher für Anwendungen, in denen die Farbe keine große Rolle spielt. Was ein Werk unter Grade A versteht, kann beim nächsten anders aussehen, deshalb zählt das versiegelte Referenzmuster mehr als der Name.
Schnittgrößen: Flocken und ihre Nachbarn
Für Trockenzwiebeln gibt es keine amtliche Größennorm. Jedes Werk legt eigene Bereiche fest. Die folgenden Angaben sind typische Handelswerte und dienen nur zur Orientierung:
- Flocken und Kibbled: etwa 8 bis 20 mm, für Suppen, Fertiggerichte, Haushaltsgläser und rehydrierte Toppings.
- Grob geschnitten (Large Chopped): etwa 5 bis 10 mm, für Fertiggerichte und Saucen mit sichtbaren Stücken.
- Geschnitten (Chopped): etwa 3 bis 5 mm, für Saucen, Dressings und Fleischwaren.
- Fein geschnitten (Minced): etwa 1 bis 3 mm, für Dips, Dressings und Sandwichfüllungen.
Wo Zwiebelflocken eingesetzt werden
Große Flocken spielen ihre Stärke aus, wenn der Verbraucher das Stück erkennen soll und genug Flüssigkeit und Zeit zum Quellen vorhanden sind. Das gilt für Trockensuppen, Fertiggerichte und Eintöpfe. In einem Haushaltsglas oder einer Würzmühle zählt zusätzlich die Optik im Behälter, und Bruch wird dort schnell zum Reklamationsgrund.
Wenn Ihr Produkt nur wenig Wasser oder kurze Garzeiten hat, kann eine große Flocke hart bleiben. Dann ist eine kleinere Schnittgröße oft die bessere Wahl. Testen Sie deshalb die Rehydrierung in Ihrer eigenen Rezeptur und nicht nur im Wasserbad. Für Mischungen ohne sichtbare Stücke lohnt der Blick auf Zwiebelgranulat oder Zwiebelpulver.
Was in die Spezifikation gehört
Eine belastbare Spezifikation macht Angebote vergleichbar und gibt Ihnen im Streitfall eine Grundlage. Legen Sie mindestens Folgendes schriftlich fest:
- Größenbereich in Millimetern sowie Grenzen für Überkorn und Feinanteil, mit benannter Siebmethode.
- Feuchtigkeit als Höchstwert mit Prüfmethode. Üblich sind um 5 bis 6 Prozent.
- Farbe: Qualität des Werks, versiegeltes Referenzmuster und Grenze für dunkle Stücke.
- Mikrobiologie: Gesamtkeimzahl, Coliforme, E. coli, Hefen und Schimmel nach benannten ISO-Methoden, Salmonellen nicht nachweisbar in 25 g.
- Behandlung: unbehandelt oder dampfsterilisiert, ohne Ethylenoxid, geprüft auf Ethylenoxid und 2-Chlorethanol.
- Pestizidrückstände: Multimethode gegen die EU-Rückstandshöchstgehalte.
- Fremdkörper: Grenzen für Schalen, Wurzeln und Steine sowie Siebung und Magnete im Werk.
Verpackung, Containerbeladung und Zolltarif
Standard sind Kartons mit versiegelten Polyethylen-Inlinern, auch ausgekleidete Papier- oder Gewebesäcke sind möglich. Entscheidend ist die Feuchtigkeitsbarriere. Flocken sind voluminös und füllen einen 20-Fuß-Container oft schon deutlich unter 10 Tonnen. Fragen Sie das Werk deshalb nach der letzten tatsächlichen Beladung derselben Form und Verpackung, bevor Sie Ihre Einstandskosten rechnen.
Getrocknete Zwiebeln fallen unter die Position 0712 20. Die vollständige Zolltarifnummer und den aktuellen Zollsatz prüfen Sie im TARIC der EU und bestätigen beides mit Ihrem Zollberater, denn Sätze und Präferenzen können sich ändern. Ein Hinweis für die Planung: Frische weiße Zwiebeln kommen etwa vom Jahresende bis zum Frühjahr an, und die Werke trocknen in den ersten Monaten des Jahres am stärksten.
Vor der ersten größeren Bestellung sollten Sie Muster, Vertrag und Prüfung in der richtigen Reihenfolge angehen. Lassen Sie sich außerdem Muster mehrerer Werke in derselben Größe geben, damit Sie Farbe, Bruch und Quellverhalten direkt vergleichen können. Die vollständige Übersicht aller Formen steht auf unserer Produktseite zu Trockenzwiebeln (auf Englisch).
So unterstützt Sie Creston
Creston & Co verkauft keine Ware. Wir suchen und auditieren Werke, die selbst trocknen, lassen jede Partie in einem NABL-akkreditierten Labor prüfen, beaufsichtigen die Verladung und kontrollieren die Exportdokumente, für ein schriftlich vereinbartes Honorar. Sie kaufen direkt beim Werk. Möchten Sie Ihre Flockenqualität festlegen, können Sie ein kostenloses Sourcing-Gespräch vereinbaren.
